Verbauung Schindelholzbach

Erbrachte Leistungen: Variantenstudie, Bau- und Detailprojekt sowie Bauleitung
Auftraggeber: Land Liechtenstein, Amt für Bevölkerungsschutz
Bearbeitungszeit: 2014-2015
Kosten: CHF 350'000.00

Projektbeschrieb

Der Schindelholzbach, weist ein Einzugsgebiet von ca. 160 ha auf, welches von 560 bis 1'940 m U. M. reicht. Die prognostizierten Hochwasserabflüsse betragen HQ30/HQ100/HQ300: 5.1 / 7.9 / 10.7 m3/s. Das bei Starkniederschlägen mobilisierbare Geschiebe-/Geschwemmselvolumen wird mit HQ30/HQ100/HQ300 = 3’000 / 9'000 /12’000 m3 abgeschätzt. Es kann von der am Ende der Wildbachstrecke angeordneten Sammleranlage zwar bewältigt werden, im Gerinneabschnitt H=610—670 m ü.M. sind aber bei grösseren Ereignissen Verklausungen — hervorgerufen durch Geschiebe-/Geschwemmseleintrag aus dem Einzugsgebiet oder durch Hangrutschungen (orographisch links) aufgrund von vorgängigen Gerinneerosionen
im Bereich der fraglichen Gerinnestrecke — nicht ouszuschliessen. Diese wiederum können gemäss Gefahrenbeurteilung zu Aufstauungen mit talseitigen Gerinneausbrüchen in Richtung Siedlungsgebiet führen.

Die Projektoufgabe bestand darin, einerseits die Gerinnesohle zu stabilisieren und andererseits das Geschiebe und Geschwemmsel bei Extremereignissen zurückzuhalten, um unkontrollierte Gerinneausbrüche unterwasserseitig zu verhindern. Die geologischen Verhältnisse im Projektgebiet gelten als instabil, es ist mit merklichen Deformationen auf der linken Hangseite zu rechnen.

Die Verbauung besteht aus 2 Sohlfixiersperren und einer Geschieberückhaltesperre. Für die Sperren wurde ein spezieller Sperrentyp mit rückseitigem Fundamentwinkel und seitlichen Konsolen entwickelt. Das Bauwerk ist auf keine seitliche Einbindung angewiesen und bleibt bei Fundamentauskolkung im Bereich der Abflusssektion stabil. Für den Geschiebefang wurde ebenfalls ein neues System aus einer Betonkonstruktion
mit eingehängtem Murgangnetz (BXH = 6.5x6.5m) konzipiert.

Impressionen